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Weltweit mehr Frauen als Männer von HIV betroffen

Ist die Rede von HIV, wird in der westlichen Welt der Zusammenhang mit erwachsenen, meist homosexuellen Männern hergestellt. Fakt ist: Weltweit leben 19,6 Millionen Frauen mit HIV (2019). Global gesehen sind somit mehr erwachsene Frauen (52%) als Männer von HIV betroffen. In den ärmeren Ländern der Welt, wo HIV immer noch grassiert, trifft die Infektion vor allem eine Gruppe ganz besonders: weibliche Jugendliche.

2017 waren etwa zwei von drei 15- bis 19-Jährigen, die sich mit dem HI-Virus infizierten, weiblich. Während sich weltweit 170'000 jugendliche Mädchen ansteckten, waren es bei den gleichaltrigen Jungen 86'000.

Weshalb trifft es junge Frauen?

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) macht vor allem die Unterdrückung der Frauen in den betroffenen Regionen dafür verantwortlich: Wann sie heiraten, wen sie heiraten aber auch sexueller Missbrauch und die Tatsache, dass den Mädchen nicht dazu verholfen wird, eigenen Entscheidungen über ihre Sexualität zu treffen.

Gerade weibliche Jugendliche müssen besser vor HIV Infektionen geschützt werden, mahnt die Unicef weiter, sonst werde man die HIV-Epidemie nicht unter Kontrolle bekommen. Denn vor allem von der Armut betroffene junge Frauen stecken sich oft bei wesentlich älteren Männern an und geben das Virus an gleichaltrige junge Männer weiter. Um die HIV-Epidemie unter Kontrolle zu bekommen, müssen weibliche Jugendliche mehr in den Fokus gerückt werden.


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